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Lomo LC-A mit Kodak Ektar 100: Die perfekte Kombination für die Tropen?

Lomo LC-A mit Kodak Ektar 100: Die perfekte Kombination für die Tropen?

      Wie die meisten Filmfotografen tue ich mich schwer damit, zu entscheiden, welche Kamera und welchen Film ich in den Urlaub mitnehme. Als ich meine Kamerawahl für meine bevorstehende Reise nach Nicaragua durchging, wusste ich, dass sie drei Dinge erfüllen musste: 1. Nicht zu wertvoll sein, damit ich mir keine Sorgen mache, sie zu verlieren. 2. Mühelos in meine Hosentasche passen. 3. In der Lage sein, hochwertige Bilder aufzunehmen. Für den Film wusste ich, dass ich etwas wollte, das die lebendigen Farben eines tropischen Landes einfangen kann. Ich entschied mich, die Lomo LC-A mitzunehmen, und kaufte eine Rolle Kodak Ektar 100. Vielleicht denkst du, das sei so, als würde man Hochoktan‑Premiumbenzin in einen Toyota Camry aus den 1990er Jahren tanken. Das überlasse ich deinem Urteil.

      In diesem Artikel: Eine kurze Geschichte der Lomo LC-A. Was ist gut an der LC-A? Die Nachteile der LC-A. LC-A + Ektar. Abschließende Gedanken. Unterstütze diesen Blog & erhalte Premium‑Funktionen mit GOLD‑Mitgliedschaften!

      Straßenecke in Granada.

      Eine kurze Geschichte der Lomo LC-A.

      Für diejenigen unter euch, die es nicht wissen: Die Lomo LC-A ist eine russische Kamera, die von Kunststudenten „wiederentdeckt“ wurde, die später die Firma Lomography gründeten (benannt nach der Kamera). Das war 2012 die Kamera, die man haben musste. Sie erzielte Preise weit über denen der meisten Kompaktkameras zu der Zeit. Seitdem scheint die Kamera einiges an Anhängerschaft verloren zu haben. Heute ist sie auf eBay noch für rund 120 US‑Dollar zu finden. Während Lomography seitdem eine Reputation und die Lo‑Fi‑Bewegung entwickelt hat, die unscharfe Bilder feiert, ist die Lomo LC-A nicht ganz das, was man darunter versteht.

      Was ist gut an der LC-A?

      Ein großer Vorteil dieser Kamera ist ihre Größe. Ich erkannte schnell ihr Potenzial, als ich durch die belebten Straßen der Stadt lief und sie mühelos aus der Hosentasche ziehen und das Motiv einrichten konnte. Die Zonenfokussierung funktioniert ebenfalls hervorragend, besonders wenn man sie auf Unendlich eingestellt lassen kann.

      Pause am Vulkan Mombacho.

      Die Nachteile der LC-A.

      Gut, genug Hype — diese Kamera ist nicht perfekt. Ein umstrittener Nachteil ist die charakteristische Lomo‑Vignette. Sie variiert zwar entlang eines Films, tritt aber auf, besonders bei Aufnahmen bei hellem Licht. Ein weiteres Problem, das Fotografen mit höheren Ansprüchen bemängeln, ist, dass das Objektiv zwar schöne, scharfe Bilder liefert, in den Ecken aber etwas weich wird.

      LC-A + Ektar.

      Kodak Ektar 100 war eine großartige Kombination mit dem 32 mm f/2.8 Minitar‑Objektiv der Lomo LC-A. Der Film ist sehr kontrastreich und eignet sich meiner Meinung nach gut für die kräftigen Farben von Ektar 100. Auch wenn Ektar sicherlich nicht der heilige Gral wie Portra ist, hat er seinen Platz. Sein Vorteil liegt darin, dass es ein Negativfilm ist, der die feine Körnung und den lebendigen Look von Umkehrfilm (Diafilm) nachahmt, dabei aber eine größere Belichtungstoleranz und geringere Kosten bietet.

      Abschließende Gedanken.

      Nachdem ich den Film entwickelt zurückbekommen hatte, bereute ich nicht, die Lomo LC-A auf meiner einwöchigen Reise nach Nicaragua mitgenommen zu haben. Sie ermöglichte es mir, mich auf den Moment zu konzentrieren, und ließ sich leicht aus der Hosentasche ziehen, wenn ich eine Szene sah, die ich festhalten wollte. Ich würde diese Kombination jedem empfehlen, der eine tropische Reise plant!

      Stopp für ein Eis in Puerto Sandino.

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Als ich meine Kameraoptionen für meine bevorstehende Reise nach Nicaragua prüfte, wusste ich, dass sie drei Eigenschaften haben musste: 1) einen so geringen Wert, dass ich mich nicht sorgen würde, sie zu verlieren; 2) leicht in meine Hosentasche passen; 3) in der Lage sein, hochwertige Bilder aufzunehmen. Und beim Film wusste ich, dass ich etwas wollte, das die lebendigen Farben eines tropischen Landes einfängt. Ich entschied mich für die Lomo LC‑A — eine klassische Lomography‑Lo‑Fi‑Kamera mit Kodaks hochauflösendem, hochgesättigtem, feinkörnigem Farbnegativfilm Ektar 100.